Der wahre Grund, warum im Januar so viele wechseln

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Zwischen den Jahren wird es still.
Keine Termine. Keine Meetings. Kein operativer Lärm.

Und genau dann taucht sie auf.
Diese eine Frage, die im Alltag sonst keine Chance hat:

„Warum mache ich das eigentlich noch so?“

Der Januar ist kein Kündigungsmonat, weil Menschen launisch sind.
Er ist es, weil Klarheit entsteht.

Der Januar öffnet die emotionale Buchhaltung.
Und die fällt in vielen Unternehmen ernüchternd aus.

Der Januar ist der Monat mit der höchsten Wechselmotivation

Nicht, weil neue Jobs ausgeschrieben werden.
Sondern weil innere Prozesse starten.

  • Abstand durch den Jahreswechsel schafft Klarheit
  • Ruhe ermöglicht ehrliche Reflexion
  • Ziele werden mit der Realität abgeglichen
  • Verdrängtes wird sichtbar

Was im November noch „aushaltbar“ war, wirkt im Januar nicht mehr stimmig.

Heißt konkret:
Menschen kündigen nicht impulsiv.
Sie entscheiden konsequent.

Die emotionale Buchhaltung: Was Mitarbeitende wirklich prüfen

Der Jahreswechsel triggert eine persönliche Bilanz.
Keine Excel-Tabelle. Sondern Gefühl.

  • Was hat mir Energie gegeben?
  • Was hat mich ausgebremst?
  • Wo habe ich mich entwickelt – und wo nicht?
  • Wo wurde ich gesehen?
  • Wo nur verwaltet?

Sinnfragen rücken nach vorne.
Weiterentwicklung wird zur Währung.
Stillstand fühlt sich plötzlich teuer an.

Innere Kündigung beginnt lange vor der echten

Kaum eine Kündigung kommt überraschend.
Sie wird nur zu spät erkannt.

Die Anzeichen sind bekannt – und werden trotzdem ignoriert:

  • Emotionaler Rückzug im Alltag
  • Sinkende Identifikation
  • Dienst nach Vorschrift
  • Weniger Initiative
  • Keine innere Bindung mehr

Führung merkt es oft erst, wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt.
Dann ist es zu spät.

Warum Warnsignale systematisch übersehen werden

Die größten Denkfehler in Unternehmen:

  • Leistung wird mit Loyalität verwechselt
  • Schweigen gilt als Zufriedenheit
  • Feedback wird abgewehrt statt genutzt
  • Führung „hat keine Zeit“
  • Die Beziehungsebene wird vernachlässigt

Der Mensch verschwindet hinter der Rolle.
Und genau dort beginnt der Verlust.

Generationenfrage? Nein. Führungsfrage.

Generation Z & Millennials (ca. 1981–2010)

  • Hohe Sensibilität für Werteverstöße
  • Starker Anspruch an Sinn und Haltung
  • Schnelle Konsequenzen bei Enttäuschung
  • Wechsel ohne Schuldgefühle

Generation X & Babyboomer (ca. 1955–1980)

  • Starkes Verantwortungsgefühl
  • Hohe Loyalität
  • Zweifel werden lange internalisiert
  • Kündigung spät – aber endgültig

Unterschiedliches Tempo.
Gleicher Mechanismus.

Alle Generationen prüfen:
Passt das hier noch zu mir?

Der große Denkfehler der Unternehmen

Wenn Mitarbeitende gehen, wird gerne erklärt:

  • „Der Markt ist schwierig.“
  • „Die jungen Leute sind halt so.“
  • „Das ist der Zeitgeist.“

Was fehlt, ist Selbstreflexion.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht:
Warum gehen Menschen?

Sondern:
Warum sollten sie bleiben?

Anspruch vs. gelebter Alltag

In vielen Unternehmen klafft eine Lücke:

  • Leitbilder ohne Alltagstauglichkeit
  • Werte ohne Vorbildfunktion
  • Kommunikation ohne Konsequenz
  • Führung sagt A – lebt B

Mitarbeitende hören weniger auf Worte.
Sie beobachten Verhalten.

Und sie entscheiden danach.

Die entscheidende Führungsfrage

Nicht der Weggang ist das Problem.
Sondern die fehlende Bindung davor.

Bindung entsteht nicht durch Benefits.
Nicht durch Obstkörbe.
Nicht durch Employer-Branding-Slogans.

Sondern durch:

  • Vertrauen
  • Orientierung
  • psychologische Sicherheit

Menschen wollen gesehen werden.
Fehler ansprechen dürfen.
Sich entwickeln können.

Führung ist der Kulturverstärker

Kultur steht nicht an der Wand.
Sie zeigt sich im Alltag.

  • Wie wird zugehört?
  • Wie wird entschieden?
  • Wie wird mit Unsicherheit umgegangen?
  • Wie ehrlich ist Feedback?

Mitarbeitende folgen Vorbildern.
Nicht PowerPoint-Folien.

Glaubwürdigkeit entscheidet.
Jeden Tag.

Der wahre Grund, warum Menschen im Januar gehen

Menschen verlassen selten ein Unternehmen.

Sie verlassen:

  • fehlende Führung
  • ungelebte Werte
  • Orientierungslosigkeit

Der Januar macht das nur sichtbar.

Dein nächster Schritt

Wenn du spürst, dass gute Leute innerlich auf Abstand gehen,
dann ist jetzt der Moment zu handeln.

Nicht mit Aktionismus.
Sondern mit Klarheit.

Wenn du keine Lebensläufe, sondern loyale Persönlichkeiten suchst – sprich mit mir. Ich finde die Menschen, die zu dir passen.

Ich bin Regina Volz – eine der Top Headhunterinnen Deutschlands mit über 25 Jahren Erfahrung. Ich bringe zusammen, was wirklich zusammenpasst.